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Über die richtige Ernährung wird immer wieder intensiv diskutiert und gestritten. Darüber hinaus stellt natürlich die Ernährung den wohl wesentlichsten Faktor bei der Gesunderhaltung der Tiere dar, über den oft und gerne gefachsimpelt wird.
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Fehlernährungen – Leider leiden viele Pferde unter Fehlernährungen, die oft als solche überhaupt nicht erkannt werden, denn es bekommt doch alles: ein Müsli das lecker duftet, Mineralfutter und ein paar extra Vitamine und dann auch noch die tollen Leckerli. Da kann doch nichts schief gehen? Oder doch? Ja, jede Menge sogar! Hufprobleme, Rehe, Übergewicht, Untergewicht, Hauterkrankungen, Verspannungen, Koliken, Allergien, Kotwasser, Husten, EMS… das alles sind Erkrankungen, die durch eine Fehlernährung ausgelöst werden können. Lassen Sie es nicht so weit kommen. FutterCheck versetzt Sie in die Lage diese Verantwortung durch eine kompetente Beratung mit Leichtigkeit und Sicherheit zu übernehmen.
Abbildung: Über die richtige Ernährung -
Hufrehe - auf was Sie bei der Fütterung achten sollten!!!
Hufrehe ist eine Erkrankung, die sehr häufig auftritt, über die jedoch viele Unklarheiten herrschen. Hufrehe wird nicht durch Eiweiß ausgelöst, wie viele Pferdebesitzer glauben und tritt auch nicht nur im Frühjahr bei Weideauftrieb aus.
Häufigste Ursache ist eine Stoffwechselstörung des Dickdarms, wenn ohne Futterumstellung von einem auf den anderen Tag größere Mengen an Kohlenhydraten (Stärke im Getreidekorn oder Fruktane im Gras) zur Verfügung gestellt werden. Auch Gaben von unaufgeschlossener Gerste und Mais, sowie von größeren Mengen an Melasse und Zucker kann eine Störung im Dickdarm auslösen und zur Hufrehe führen. Dabei sterben nützlich Bakterien ab und setzten Gifte frei, die dann über den Blutkreislauf in die Huflederhaut gelangen und dort eine Enzymreaktion auslöst, die dann wiederum für die Trennung von Hufbein und Hornkapsel führt. Im akuten Fall sofort den Tierarzt rufen und das erkrankte Pferd in eine tief eingestreute Box bringen. Während der akuten Phase die genauen Fütterungsanordnungen des Tierarztes befolgen, der in den meisten Fällen zu Heu und Mineralfutter raten wird.
Vorsicht Wohlstandsproblem: Dicke Pferde sind besonders anfällig für Hufrehe.
Darum ist es wichtig, dass sich Pferde in einer guten Futterkondition befinden. Also heißt das Motto: Sinnvoll und schonend abnehmen.
Wohlstandserkrankungen treten immer häufiger auf (Beispiel EMS):
Das Fettgewebe (für EMS typisch am Mähnenkamm, am Bauch, über den Augen, Nähe des Schlauches und am Schweifansatz) kann Hormone ausschütten, die den Energiestoffwechsel beeinflussen und zur Zuckerstoffwechselstörung (Equines Metabolisches Syndrom) führt. Typisch ist für diese Krankheit die chronische, wiederkehrende Hufrehe. Oft stehen die Pferdebesitzer dabei vor einem Rätsel, denn sie können sich den Grund für die zahlreichen Reheschübe nicht erklären. Die Diagnose ist schwierig und gehört in die Hand eines kompetenten Tierarztes, der sich mit dieser Krankheit auskennt. Nach Diagnose heißt es dann für EMS erkrankte Pferde Diät halten, denn Medikamente gegen EMS gibt es bislang nicht. Die Diät soll aus energiearmem, rohfaserreichem Futter bestehen und mit einer passenden Mineralstoff-, Vitamin- und Spurenelementversorgung abgerundet werden. Wichtig dabei ist die tägliche Bewegung, um den Energieverbrauch anzuregen. In der Praxis setzt man am besten spät geerntetes Heu als Grundfutter ein. Am besten lassen Sie das Heu einmal analysieren, um sicher zu gehen, dass es nicht sehr nährstoffreich ist. Altes Heu kann auch mit Stroh gemischt werden, um das Volumen zu erhöhen. Als Kraftfutter können unmelassierte Trockenschnitzel eingesetzt werden. Achten Sie darauf, dass ein gut verfügbares Mineralfutter gegeben wird, das keine Melasse, Zuckerstoffe oder Getreide enthält. Beste Vorbeuge: Übergewicht durch eine bedarfsgerechte Fütterung vermeiden und Bewegung!
Wir empfehlen einen FutterCheck durchführen zu lassen.
Abbildung: Gaben von unaufgeschlossener Gerste und Mais - sowie von größeren Mengen an Melasse und Zucker kann eine Störung im Dickdarm auslösen und zur Hufrehe führen!
Wie kann ich eine fütterungsbedingte Hufrehe zu vermeiden?
Lesen Sie bitte dazu Tip 1 -3.
Danke
Das Grundfutter
Ausreichende Mengen an gutem Heu, sind eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Pferdefütterung. Leider wird dies in der Praxis oft vernachlässigt und zuwenig Heu bei gleichzeit zu hohen Gaben an Kraftfutter gefüttert. Vorsicht mit schlechten Heu oder Silage, Schimmel kann Hufrehe auslösen. Fruktane können Hufrehe auslösen: Pflanzen speichern als Energiereserven Fruktane. Diese werden hauptsächlich in den Stängeln gespeichert. Stängelreichen Weideaufwuchs sollte also vermieden werden, da je nach Tageszeit, Temperatur und Jahreszeit dort die höchsten Fruktangehalte zu erwarten sind. Dies ist auch ein Grund warum viele Pferde noch im Herbst, auf abgegrasten Weiden an Hufrehe erkranken. Gerade diese abgegrasten Weiden mit hohem Stängelanteil, lagern viele Fruktane ein und wenn im Herbst bereits niedrige Temperaturen herrschen und die Sonne scheint, ist das Hufreherisiko sehr hoch. Darum bitte Weidezeiten beachten: Hohe Fruktangehalte sind zu erwarten, wenn die Pflanze ausreichend Licht bekommt und diese in Energie (Fruktane) umwandelt, durch Wachstum aber nicht direkt verbrauchen kann. Dann kommt es zu einer erheblichen Anreicherung von Fruktanen im Gras. Ursachen für ein mangelndes Wachstum können sehr unterschiedlich sein: Kalte Temperaturen (Frost), ständig abgefressene Pflanzen, nährstoffarme Böden.
Der höchste Fruktangehalt ist zu Vegetationsbeginn im Frühjahr anzutreffen. Lassen Sie die Pferde nicht auf die Weide solange es Nachts noch kalt wird (unter 8 Grad) und die Sonne scheint. Langsame Futterumstellung bei Futterwechsel und Weidebeginn. Pferde sollte mind. 3 bis 4 Wochen an frisches Weidegras gewöhnt werden. Mit 10 Minuten pro Tag beginnen und langsam steigern. Bei Kraftfutterwechsel mindestens 7 Tage lang schrittweise das bisherige Kraftfutter durch das neue Kraftfutter ersetzen. Bei Weidegang Portionsweide oder Maulkorb wählen. Die wenigstens Pferde vertragen auf Dauer 24 h Weidegang auf Powergräsern.
Abbildung: Ausreichende Mengen an gutem Heu -
Das Kraftfutter
Kraftfutter sollte bedarfsgerecht auf Grund des Leistungsbedarfs und der individuellen Futterverwertung eingesetzt werden. Auch Pferde die an Hufrehe erkrankt waren, können nach überstandenem akutem Zustand bei Bedarf Hafer bekommen. Wichtig: Es kommt auf die Menge an, egal welches Kraftfutter Sie wählen!! Unaufgeschlossener Mais und Gerste kann Hufrehe auslösen. Roggen hat nichts in der Pferdefütterung zu suchen, da dieser ebenfalls Hufrehe auslösen kann. Achten Sie bitte darauf, falls Sie Mischfutter (Müslis und Pellets) füttern, was enthalten ist und in welcher Form. Bitte nicht vergessen auch Müsli und Pellets gehören zu den Kraftfuttern und können in überhöhten Gaben Hufrehe auslösen. Vorsicht mit melassereichen Müslis: Diese können Stoffwechselstörungen und Darmprobleme auslösen, die wiederum einen Hufreheschub begünstigen können.
Abbildung: Kraftfutter - sollte bedarfsgerecht gem. Leistungsbedarf individuel eingesetzt werden!
Die Fütterungstechnik / Futterlagerung
Fütterungstechnik bei Weidegang: Erst Heu dann auf die Weide. Niemals Kraftfutter vor Weidegang füttern. Kraftfutter nach dem Weidegang anbieten. Allgemein: Zuerst Heu und nach 15 min. Kraftfutter geben. So werden viele Verdauungsprobleme verhindert. Nur gut abgelagertes Getreide und Heu füttern, kann ansonsten ebenfalls Hufrehe und Stoffwechselstörungen auslösen. Achten Sie stets auf einwandfreie hygienische Qualität von Grund- und Kraftfutter. Achten Sie darauf, dass Karotten im Winter im Stall nicht gefrieren. Auch dies kann Hufrehe auslösen.
Abbildung: Weidegang mit ausreichender Bewegung -
Achten Sie auf eine intakte Darmflora. Bei Pferden die an Hufrehe erkrankt sind, ist es wichtig, dass eine intakte Darmflora wieder hergestellt wird und der Stoffwechsel entlastet wird. Denn eine Hufrehe Erkrankung schädigt nicht nur den Huf, sondern auch den Darm und den gesamten Stoffwechsel. Hierfür sollte eine spezielle Diät durchgeführt werden, die an die jeweiligen Praxisbedingungen angepasst wird. Die Fütterung von Pferden, die einmal an Hufrehe erkrankt sind, sollte genau unter die Lupe genommen werden, um die Ursachen zu finden und die Fütterung so einzustellen, dass ein fütterungsbedingter erneuter Hufreheschub dauerhaft vermieden wird, denn einmal erkrankte Pferde sind sehr anfällig bei Fütterungsfehlern auch noch ein weiters Mal mit einem Hufreheschub zu reagieren. Größere Mengen an Brot und Obst können außerdem Hufrehe auslösen.
Abbildung: Achten Sie auf eine intakte Darmflora - bei Ihrem Pferd
Dann schaun Sie doch auch mal in die Kontextspalte.
Abbildung: Achtung! -
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