Als Heimtiere (oder sog. Pets) bezeichnet man jene Tiere, die der Mensch in seiner unmittelbaren Umgebung ohne kommerzielle Absichten, d.h. ausschliesslich zu seiner Freude hält. Zumindest in quantitativer Hinsicht dürfen die Bürger Europas als ausgesprochen heimtierfreundlich bezeichnet werden. Einerseits bevölkern "traditionelle Pets", d.h. Hunde, Katzen sowie verschiedene Kleinsäuger (wie Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen) und Vögel (Wellensittiche, Kanarienvögel, Prachtfinken etc.) seit langem schon unsere Häuser und Wohnungen - allein in den westeuropäischen Staaten gibt es beispielsweise rund 30 Millionen Hunde- und 28 Millionen Katzenbesitzer. Anderseits nimmt seit einiger Zeit auch die private Haltung sowohl von exotischen Säugetieren und Vögeln (namentlich Affen und Raubkatzen bzw. Aras, Graupapageien, Kakadus etc.) als auch von Reptilien und Amphibien (Schlangen, Echsen, Schildkröten oder Fröschen), Spinnen, Insekten sowie vor allem von Zierfischen stetig zu. So wurden beispielsweise in Deutschland bereits Anfang der achtziger Jahre mehr als eine Million Reptilien gehalten.
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