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Was mir am Herzen liegt
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Deine neuen Freunde -
die Papageien
Vorwort!
Hallo
liebe
Papageienfreundin!
Hallo
lieber
Papageienfreund!
Diese Lektüre ist entstanden weil ich selber als ich mit der Papageienhaltung
anfing keine Lektüre fand die mich als Anfänger über die wichtigsten Dinge der
Papageienhaltung aufklärte und ich mich sehr mühsam durch die Lektüre von
Büchern und Internetseiten über vieles aufklären lassen musste.
Ich persönlich hätte einige typische Anfängerfehler vermeiden können, wenn ich
mich vor dem Kauf der Papageien besser informiert hätte. Damit Ihnen vor dem
Kauf bewusst wird worauf sie sich einlassen, was alles auf Sie zukommen kann und
damit Ihre Papageien von Anfang an gut gehalten werden und Sie gemeinsam mit
Ihrem neuen Freund – besser noch Freunden – glücklich leben und gemeinsam alt
werden, schreibe ich dieses Script.
Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es ersetzt auch keine persönliche
Beratung, sondern soll als Hilfestellung bei vielen Problemen – gerade bei
Anfängern in der Papageienhaltung - verstanden werden, wovon die meisten
Probleme bei der richtigen Ernährung und der richtigen Haltung vermieden werden
können.
Bei einigen Dingen gibt es verschiedene Ansichten zwischen den Züchtern,
Papageienhaltern und auch Instituten. Ich bin mir aber sicher das Sie als
verantwortungsbewusster Halter schon bald das richtige für Ihre Papageien machen
werden.
Es gibt mit Sicherheit auch bessere Lektüre, ich bin kein Professioneller
Schreiber, aber ein Mensch der „seine“ Papageien liebt und durch seine
Erfahrungen mithelfen möchte das auch Sie viele schöne Stunden mit „Ihrem“ neuen
oder alten Partner erleben dürfen.
Sie werden sich sicher schon darüber wundern das ich so betone das es „ihr“
Papagei bzw. „Ihre“ Papageien sind oder gar „meine“...
Ich denke sie werden schon bald begreifen das Papageien keine Knuddeltiere sind
sondern wunderbare Wesen mit eigenem Willen und Verstand. Ihr Vertrauen zu uns
und ihre Liebe schenken sie uns nicht einfach so, sondern das müssen wir uns
erarbeiten. Wenn wir das geschafft haben – dann steht eine der schönsten
Partnerschaften zwischen Mensch und Tier nichts im Weg.
Wenn man seine Papageien als Individuum mit eigenständiger manchmal
eigenwilliger eigener Charaktere erkennt und respektiert eben „Ein Wunder der
Natur“ o. a. als „Ein Geschenk des Himmels“ annimmt, ist es wie es sein sollte,
eine Freundschaft fürs Leben (d.h.
60/80 o.a. 100Jahre !).
Ich bin wie schon so oft gefragt worden „Warum ausgerechnet Papageien?
Meine Antwort nach Kehrung in mein Innerstes: Ausgerechnet? Nein. Es hätten
ebenso gut auch andere Tiere sein können. Ich bin da so rein gewachsen, sicher
vorbelastet durch die Bewunderung über einen Gelbhaubenkakadu den ich als Kind
im Zoo gesehen hatte und meinem Grossvater der eine Vogelfreiflugvoliere mit
Singvögeln und Fasanen hatte. Meine Schwester und ich sind nachdem unsere
leibliche Mutter verstarb bei unseren Grosseltern mit viel Liebe trotz
Generationssprung aufgewachsen. Außerdem leben in unserem Haushalt 2 Katzen aus
dem Tierheim, die mir gerade durch ihre Eigenwilligkeit so sehr ans Herz
gewachsen sind.
Warum dieser Shop? Ergibt sich mit aus dem Absatz davor und durch
ungewollte Arbeitslosigkeit meinerseits, die sich nicht mit Untätigkeit abfinden
kann und durch den Wunsch eine kleine Auffangstation gem. der Statuten des
Papageienfreunde Nord e.V. dem mein Mann und ich angehören d. h.
ehrenamtlich gründen, aufbauen und betreuen zu wollen und durch den Shop die
Haltungskosten im Rahmen zu halten für den Papageienverein und für meine Person.
Nicht so gross wie die Mundt aus Bochum, dazu fehlen mir verständlicher Weise
die finanziellen Mittel, überschaubar um es noch allein bewerkstelligen zu
können, denn im Zweifelfall ………….
Warum Auffangstation? Sicherlich trotz vieler behördlicher Widerstände auch um
mein Gewissen meinen Lieblingen gegenüber, da sie auch mich alle wie sie da sind
überleben werden. Was heißt das? Ich möchte meinen Beitrag ruhigen Gewissens
dazu beitragen im Alters- o. a. Krankheitsfalle sagen zu können die
verantwortungsbewusste und zeitaufwendige Pflege meiner Lieblinge in treue Hände
abgeben zu können. Wobei es mir ein Bedürfnis ist hier noch anzumerken das alle
Papageien denen wir ein Neues zuhause geben durften durch sogenannte Besondere
Umstände bei uns gelandet sind.
Warum habe ich dann auch eine sogenannte Zuchtgenehmigung? Insider werden
es wissen, für alle Anderen: Sobald ein Krummschnabel ein Ei legt bedarf es
einer geprüften amtlichen besiegelten Genehmigung sonst macht man sich strafbar.
Ist man in der glücklichen Lage Papageien artgerecht halten zu können, ergibt
sich oftmals naturbedingt ein Gelege sh. Nepumuk und Penelope´ unser
Weisshaubenkakadu-Nachwuchs.
Privat unter
www.rappelschnuten.de
zu bewundern. Oder auch vorgestellt in der Kontext-Spalte des
Rappelschnuten-Shops.
Überlegungen vor
der Anschaffung
Bevor Sie sich dazu entscheiden einen Papageien zu kaufen sollten Sie erst mal
über einige Dinge nachdenken und Punkt für Punkt überlegen ob Sie die
gewünschten Voraussetzungen für die Haltung erfüllen und auch bereit sind auf
einige Dinge zu verzichten, damit Ihr Papagei nicht zum Wandervogel wird und
auch bekommt, was er braucht. Ich habe alles allgemein gehalten da einiges eher
speziell auf Wildfänge zutreffen wird aber das meiste auch für Handaufzuchten
und Naturbruten gilt.
Wenn Sie Zeit und Lust haben empfehle ich Ihnen einen Besuch beim N.O.P. in
Holland, dort werden viele Papageien aus den verschiedensten Gründen abgegeben,
sei es aus Gesundheitlichen wie z.B. Asthma oder anderen, wie z.B. das der
Papagei anfing sich zu rupfen oder sich zum Schreier entwickelte. Bei einigen
davon handelt es sich um sogenannte Wandervögel mit denen die Besitzer nicht
zurechtkamen und die dort fürsorglich aufgenommen wurden. Als ich zuletzt dort
zu Besuch war waren es nach Angaben einer Mitarbeiterin des N.O.P. über 3000
Papageien gesamt und es werden mehr....
Jetzt erst mal zu einigen grundsätzlichen Überlegungen vor
dem Kauf:
1.
Haben Sie genug Zeit für Ihren neuen Partner?
Sie sollten wissen dass ein Papagei ein Tier ist, das in der Freiheit in
Schwärmen lebt.
Wenn Sie den Papagei alleine halten sollten Sie sehr viel Zeit für Ihn haben, da
Sie ihm den fehlenden Partner ersetzen müssen, was kaum möglich ist. Auch kann
es sich als sehr schwierig gestalten ihn später mit einem Partner zu verpaaren.
Am besten für den Papagei ist es wenn Sie ihm direkt einen Partner – möglichst
im gleichen Alter und nicht gleichgeschlechtlich – zugesellen! Sie wollen doch
auch nicht immer alleine leben müssen, ganz ohne Partner?
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Züchter oder Fachhändler nach dieser Möglichkeit.
Ein wirklich verantwortungsvoller Züchter bzw. Fachhändler wird Ihnen gerne
dabei helfen.
2.
Eingewöhnung...
Ein Papagei benötigt einige Zeit um sich bei Ihnen einzugewöhnen. Es kann sein
das Sie sehr viel Geduld brauchen bis der Papagei sich an die neue Umgebung
gewöhnt hat. Die neue Umgebung, ungewöhnliche Geräusche und die Trennung von
allem gewohnten machen dem Papagei eventuell zu schaffen und er reagiert
vielleicht nicht sofort so wie sie es erhofften.
Haben Sie genügend Geduld um dem Papagei die Zeit zu geben sich gut
einzugewöhnen (das kann manchmal auch Monate dauern) und diese Zeit ohne
den Mut zu verlieren durchzustehen?
3.
Schmutz und Staub...
Ein Papagei verursacht schon einiges an Schmutz und Staub. Einige Papageienarten
mehr wie andere. Eventuell knabbert er auch schon mal an Ihren Tapeten oder gar
Möbeln... Sie können den Papagei dafür nicht bestrafen. In Grenzen kann man das
zwar mit Erziehung verhindern, aber nicht völlig, es sei denn sie können ein
eigenes Zimmer für die Papageien zur Verfügung stellen. Macht Ihnen das nichts
aus oder können sie Ihnen ein eigenes Zimmer bieten?
4.
Kontaktprobleme...
Es kann vorkommen das der Papagei sich nicht Ihnen als Kontaktperson anschließt
sondern sich jemand anderem aus Ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis oder ihren
Lebenspartner als Bezugsperson auswählt.
Ein Papagei ist eben ein Individuum und sucht sich genau wie wir seine
Lieblingspartner aus, da kann man nichts erzwingen. Ist das in Ordnung für sie?
5. Lebensraum für Ihren neuen Partner...
Können sie ihrem neuen Partner genug Lebensraum zur Verfügung stellen?
Ein Käfig alleine wird da nicht ausreichen... Sinnvoll ist z.B. der Kauf
oder Bau eines Papageienfreisitzes damit der Vogel fliegen und sich bei Ihnen
aufhalten kann. Können Sie Ihm keinen Freiflug gewähren wäre der Kauf einer
Voliere angebracht, die mindest Maße sollten dann min. 2mx1mx1m ( Breite, Tiefe,
Höhe) betragen.
6.
Urlaub u. s .w. ...
Wissen Sie wohin mit dem Vogel wenn sie in Urlaub fahren oder Krank werden oder
vielleicht sogar ins Krankenhaus müssen?
Da ein Umgebungswechsel Stress für den Papagei bedeutet sollten Sie jemand haben
der sich in der Zeit um ihn kümmern kann. Also Futter geben, sich mit dem/den
Vögeln beschäftigen, saubermachen des Käfigs usw. in der Zeit ihrer Abwesenheit.
7.
Allergien/Krankheit
Haben Sie oder Haushaltsangehörige keine Allergie gegen Federn oder Federstaub?
8.
Ernährung...
Ihr Papagei benötigt eine vielseitige, ausgewogene Ernährung um Gesund und Alt
werden zu können. Ihnen muss bewusst sein das die Nahrung einiges an Geld kostet
und die Zubereitung von z.B. Kochfutter auch Zeit. Können Sie sich das leisten?
9.
Tierarzt
Wenn der Papagei einmal zu einem Vogelkundigen Tierarzt gebracht werden muss
kann das ganz schön ins Geld gehen. Können und wollen sie das ausgeben? Es
kommen in einigen Fällen schon mal ein paar 100€ auf einen zu.
10.
Lebenserwartung...
Ihnen sollte bewusst sein das ein Papagei bei gesunder Ernährung und guter
Haltung mehrere Jahrzehnte alt werden kann, in einigen Fällen über 80 Jahre
alt... Die ganzen Jahrzehnte werden Sie sich um ihn kümmern müssen, tragen Sie
die Verantwortung für sein Leben! Eine Trennung von Ihnen und der gewohnten
Umgebung würde dem Vogel schwer zu schaffen machen. Sind Sie bereit so lange mit
ihm alt zu werden oder wenn es gar nicht anders geht dafür zu sorgen das er
wirklich in tierliebe und verantwortungsvolle Hände kommt?
Ich hoffe Sie sehen jetzt wie wichtig es schon im Vorfeld ist sich Gedanken zu
machen und verstehen mich nicht als Moralapostel der ich nicht bin... Ich möchte
nur das Ihnen Bewusst ist wie viel Verantwortung Sie für ein Lebewesen wie einen
Papagei übernehmen wenn Sie ihn erwerben damit Sie und Ihr neuer Partner
zusammen glücklich werden. Leider werden viele Papageien einfach so gekauft,
ohne das sich jemand vorher Gedanken macht. Viele dieser Vögel enden als
„Wandervögel“. Wenn Sie jetzt zu der Ansicht gekommen sind das Sie alle
Bedingungen erfüllen dann Gratuliere ich Ihnen herzlich und denke das auf Sie
und Ihre/n neuen Partner/n ein erfülltes Leben wartet!
Überlegungen zum Kauf eines Papageien
Sie sind jetzt also soweit, das Sie sich einen Papageien kaufen möchten. Von
welcher Art er ist, es gibt z.B. Kakadus, Aras, Graupapageien oder Amazonen,
darunter weitere Arten wie z.B. die Venezuelaamazone oder die Blaustirnamazone,
den Kongo – Timneh oder Ghana – Graupapagei, hängt zum größten Teil von Ihrer
persönlichen Vorliebe ab. Allerdings gibt es auch gesetzliche Vorschriften damit
besonders gefährdete Tierarten nicht so ohne weiteres erworben werden können, es
gibt verschiedene Regelungen die auch die Beachtung von einigen Vorschriften
erfordern.
In der EU gilt die EG-Verordnung zum Artenschutz die das Washingtoner
Artenschutzabkommen umsetzt und die Ein- und Ausfuhr und die Vermarktung von
geschützten Tier- und Pflanzenarten regelt. Im Internet können Sie sich die
Anhänge anschauen, in denen aufgelistet ist wie stark der Bestand an der
Papageienart die Sie interessiert gefährdet ist. Es gibt insgesamt 4 Anhänge auf
die ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Hier in Deutschland können nur
Arten angeboten werden bei denen eine kontrollierte Naturentnahme möglich ist
beziehungsweise die aus sogenannten Handaufzuchten oder Naturbruten kommen.
Nachweispflicht!
Den Rechtmäßigen Erwerb ihres Papageien müssen Sie nachweisen! Bestehen Sie auf
einen ordnungsgemäßen Kaufvertrag auf dem auch die Ringnummer des Papageien
eingetragen wird, bzw. auf eine Abgabebescheinigung durch den Verkäufer. Auch
muss jeder Papagei beringt sein. Kaufen Sie keinen Vogel ohne Ring. Ist eine
Cites Bescheinigung vorhanden, bewahren Sie diese gut auf. Sie ist eine Art
„Personalausweis“ für den Papagei und wurde bis zum 01.7.1996 ausgestellt. Nach
diesem Datum erworbene Papageien benötigen keine Cites Bescheinigung mehr, es
reicht eine Abgabebescheinigung durch den Verkäufer.
Außerdem müssen Sie ihren Vogel bei der Naturschutzbehörde anmelden. Bei uns ist
das die untere Landschaftsbehörde ansonsten das Landratsamt oder das
Regierungspräsidium. Es genügt ein formloses Anschreiben in dem Sie den Erwerb
des Papageien anmelden und folgende Daten aufführen: Art, Alter, falls bekannt
das Geschlecht, die Herkunft, der Standort und die Nummer des Fußrings. Falls
Sie eine Cites Bescheinigung haben schicken Sie davon noch eine Kopie mit,
ansonsten eine Kopie der Abgabebescheinigung.
Importvogel Handaufzucht oder Naturbrut?
Es gibt 3 mir bekannte Arten die zum Kauf angeboten werden.
Wildfänge
In vielen Handlungen werden importierte Papageien zum Kauf angeboten. Diese
werden in ihrer Heimat (z.B. Brasilien oder Afrika) oft unter schlechten
Bedingungen für die Tiere gefangen. Dann werden sie in speziellen
Transportbehältern in das jeweilige Bestimmungsland geflogen. Hier angekommen
müssen die Tiere in eine amtsärztlich überwachte Quarantänestation. Durch den
Fang, den Transport und den Klimawechsel stehen diese Tiere unter einer sehr
starken Belastung.
Viele starben schon bei den Transporten. Medikamente wie Antibiotika bedeuten
eine zusätzliche Belastung für diese Tiere. Haben die Tiere diese Prozedur
erfolgreich geschafft kommen sie zum eigentlichen Verkäufer und werden neuen
Belastungen ausgesetzt.
Sie müssen mit der Trennung von der Heimat und von den Artgenossen
zurechtkommen, sie leiden an Einsamkeit, haben Angst vor der neuen Umgebung und
vermissen ihre Freiheit der sie gewaltsam entrissen wurden. Außerdem müssen sie
sich auf anderes Futter wie das gewohnte einstellen. Diese Vögel haben aufgrund
ihrer oft schlechten ersten Erfahrungen mit den Menschen große Angst vor uns und
besonders vor unseren Händen, sie brauchen besonders viel Zeit zur Eingewöhnung
und sehr viel Rücksichtnahme, Schonung und Geduld. Es ist auch schwerer diese
Vögel wirklich zahm zu bekommen. Aus den genannten Gründen kann ich den Kauf
eines Wildfangs nicht befürworten. Zusätzlich muss man Bedenken das man mit dem
Kauf dazu beiträgt das die Vögel in ihrem Heimatland weiter gefangen werden und
dort den Bestand gefährden. Es ist auch nicht mehr erforderlich einen Wildfang
zu erwerben da es heute genügend Alternativen wie Handaufzucht oder Naturbrut
gibt.
Handaufzucht
Handaufgezüchtete Papageien bekommt man in der Regel direkt vom Züchter, sie
werden aber auch in verschiedenen Zoofachhandlungen angeboten. Züchter findet
man z.B. durch Anzeigen in Vogelzeitschriften oder bei der gezielten Suche im
Internet. Viele Züchter schalten auch Anzeigen in den Tageszeitungen.
Bei der
Handaufzucht übernimmt der Züchter früh die Rolle der Vogeleltern indem er sie
nach wenigen Tagen aus dem Brutkasten nimmt, ernährt und aufzieht. Das ist z.B.
auch nötig wenn die Papageieneltern ihre Jungen nicht füttern. Handaufgezogene
Vögel sind in der Regel besonders zutraulich und auf den Menschen fixiert. Sie
benötigen die Nähe des Menschen in der Regel stark. Diese Vögel reagieren oft
besonders empfindlich auf Vernachlässigung, wenig Zuwendung und Einsamkeit. Sie
sind natürlich teurer wie ein Wildfang da das Züchten und die Aufzucht der
Jungen sehr aufwendig sind. Der Züchter muss viel Zeit für die Zucht aufwenden
und es gelingt nicht jede Brut. Grundsätzlich sollte man alle
J
Papageien nur paarweise halten. Paarweise gehaltene Papageien werden genau so
zahm wie einzeln gehaltene wenn man sich genug mit ihnen beschäftigt und sind
wesentlich glücklicher. Der Mensch kann niemals den Vogelpartner ersetzen, egal
wie lange er sich mit seinem Papagei beschäftigt.
Naturbrut
Diese Zuchtmethode ist ähnlich wie bei der Handaufzucht, allerdings werden die
Jungen nicht von den Eltern getrennt sondern von ihnen aufgezogen und gefüttert
bis sie futterfest sind und abgegeben werden. Sie sind nicht so auf den Menschen
fixiert wie Handaufzuchten. Dadurch sollen sie nicht so empfindlich und abhängig
sein vom Menschen wie Handaufzuchten, sie werden aber bei richtiger Pflege und
Zuwendung genauso zahm.
Was Sie immer Bedenken sollten, egal für welchen Papagei Sie sich entscheiden
ist, das der eigentliche Kauf eine Vertrauenssache ist. Wenn Sie sich dafür
entscheiden einen Papagei aus privatem Besitz zu kaufen versuchen Sie
herauszufinden warum der Papagei verkauft werden soll und ob er Artgerecht
ernährt wurde, d.h. nicht nur von Saatenmischungen aus der Packung vom
Supermarkt oder Zoofachgeschäft sondern ob er auch frisches Obst und Gemüse zum
Essen bekam oder auch mit Pellets gefüttert wurde. Obst- und Gemüsereste in den
Futterbehältern sind ein gutes Indiz dafür das es auch tatsächlich gereicht
wurde...
Bestimmte Krankheiten zu erkennen ist so gut wie unmöglich.
Deswegen wäre es gut wenn der Verkäufer – die Kosten dafür werden meist Sie
übernehmen dürfen – eine Tierärztliche Untersuchung durchführen lässt oder Ihnen
das Recht einräumt unmittelbar nach dem Kauf einer Untersuchung durch Sie
zuzustimmen mit Rückgaberecht oder Beteiligung an den Kosten falls der Tierarzt
eine Ernsthafte Erkrankung findet. Dieses ist zum jetzigen Zeitpunkt leider noch
keine Pflicht und auch mit Kosten verbunden und wird häufig nicht gemacht. So
eine Vereinbarung müsste auch unbedingt schriftlich festgehalten werden. Die
Gerichte urteilen meist danach ob eine Krankheit für den Verkäufer äußerlich
erkennbar gewesen wäre was in den meisten Fällen nicht zutrifft.
Eine bakteriologische und parasitologische Untersuchung des Kots ist sinnvoll
und zeigt einige eventuell vorhandene Krankheiten auf.
Einige nicht verbindliche Anhaltspunkte ob der Papagei krank oder Gesund ist:
Ein gesunder Papagei interessiert sich für seine Umwelt, er ist munter und hat
ein glattes lückenloses Gefieder. Er isst und trinkt, putzt sich und schläft nur
zeitweise.
Ein kranker oder gestörter Papagei sitzt meistens teilnahmslos da. Oft hat er
seine Federn aufgeplustert und seine Augen halbgeschlossen.
Ist das Gefieder verschmutzt, fehlen sogar mehrere d.h. es sind kahle Stellen im
Gefieder zu sehen vor allem im Bauch- Brust und Rückenbereich so könnte es sich
um einen Rupfer handeln. Selbst in der Mauser bilden sich keine kahlen Stellen.
Bevor Sie so einen Vogel kaufen verzichten Sie lieber auf den Kauf. Gerupfte
Vögel benötigen eine besondere Behandlung und einiges an Erfahrung. Denken Sie
nicht das Sie das ohne die nötige Erfahrung und Hilfe in den Griff bekommen. Das
gilt auch für anderweitig gestörte Tiere wie z.B. Schreier.
Weitere mögliche Krankheitszeichen sind nicht normal geformter Kot (normaler Kot
ist geformt, grünlich außen mit einem weißen Kranz innen). Verstopfte
Nasenlöcher, Nasensekret oder z.B. häufiges Niesen. Aber auch das Fehlen von
Krankheitsanzeichen ist keine Garantie dafür das der Vogel wirklich kerngesund
ist. Manche Krankheiten entwickeln sich langsam und sind erst sehr spät zu
erkennen. Am besten ist immer eine Untersuchung durch den Tierarzt um
Krankheiten und Mangelerscheinungen zu erkennen und zu beseitigen.
Wenn es heißt das der Papagei handzahm ist dann wird er sich zumindest von
seinem Eigentümer problemlos mit der Hand aus seinem Käfig holen, evtl. auch auf
seine Schulter setzen und sich kraulen lassen.
Vertrauen Sie nicht auf Aussagen eines Verkäufers wenn er partout nicht raus
will oder Angst vor der Hand hat wie z.B. „Ich weiß gar nicht was der Vogel
heute hat...“. Verzichten Sie in solchen Fällen lieber auf einen Kauf.
Über das Alter der Vögel kann Ihnen nur der Verkäufer bzw. der Züchter eine
genaue Auskunft geben. Wünschen Sie einen möglichst jungen Papagei sollten Sie
ihn eher beim Züchter kaufen. Einen jungen Papagei erkennen Sie daran das die
Jungvögel bis zum Alter von ca. 8 Monaten eine aschgraue/dunkle Iris haben.
Diese hellt sich mit der Zeit langsam auf. Junge Papageien haben auch einen
besonders glatten Oberschnabel. Nach der abgeschlossenen Jugendmauser
sehen junge Papageien genau so aus wie ihre Eltern, ihr tatsächliches Alter kann
man nicht feststellen.
Wenn Sie Wert darauf legen wissen zu wollen ob Sie ein Männchen oder ein
Weibchen haben oder sogar züchten möchten müssen Sie das Geschlecht bestimmen
lassen.
Erfahrene Züchter können zwar annähernd sagen ob es sich um ein Männchen oder
Weibchen handelt aber nicht mit völliger Gewissheit. Und wenn Sie hoffentlich
mit dem Gedanken spielen sich gleich 2 Papageien anzuschaffen wäre es doch schön
zu wissen ob es wirklich auch ein Paar ist.
Es gibt heute 2 Möglichkeiten zur Geschlechtsbestimmung. Die eine bedeutet einen
operativen Eingriff in den Körper wobei in Vollnarkose mit dem Endoskop Hoden
oder Eierstöcke festgestellt werden. Die 2. Möglichkeit ist wesentlich
schonender und zu bevorzugen. Dabei wird eine frisch ausgefallene ca.
mittelgroße Feder in Alufolie und einer Plastikfolie verpackt, zu einem Institut
geschickt und eine D N A Analyse durchgeführt anhand der das Geschlecht bestimmt
wird. Das ist nicht teuer und schont den Papagei.
Wenn Sie nicht züchten möchten können Sie natürlich auch 2 gleichgeschlechtliche
Papageien die sich vertragen zusammensetzen. Auch da gibt es glückliche Paare.
Ich persönlich finde es besser wenn man Männchen und Weibchen zusammenbringt.
Aber das müssen Sie selbst entscheiden.
Der neue Lebensraum des Papageien
Bevor Sie jetzt losziehen um einen Papagei zu kaufen benötigen Sie noch den
passenden Lebensraum für Ihre Papageien. In den meisten Zoofachhandlungen werden
verschiedene Käfige angeboten wovon nicht alle wirklich Papageiengerecht sind.
Als Faustregel gilt: Je größer – desto besser!
Ein Käfig oder besser noch eine Zimmervoliere können nie zu groß, aber schnell
zu klein sein. Sie müssen bedenken das die Papageien ihren Platz mit anderen
Utensilien teilen müssen. Sitzstangen, Spielzeuge und andere Gegenstände wie
zusätzliche Futternäpfe benötigen Platz der dem Papagei nicht mehr zur Verfügung
steht.
Ein Papagei braucht mindestens so viel Platz das er seine Flügel spreizen kann,
bei einem mittelgroßen Papageien kann man von einer ungefähren Flügelspannweite
von ca. 50 cm ausgehen! Zusätzlich müssen Sie bedenken das ein mittelgroßer
Papagei schon zwischen 30-40 cm lang ist. Er muss genügend Platz haben um sich
im Käfig vernünftig umdrehen und auch klettern zu können.
Es sollte Ihnen klar sein das so ein Käfig mit einer Fläche von 45x45cm (Breite
x Tiefe) wie er oft angeboten wird viel zu klein für einen Papagei ist. Diese
Käfige kann man nur als Notlösung in Kauf nehmen wenn der Käfig nur zur
Nahrungsaufnahme und zum Schlafen dient.
Papageiengerechtere Käfige werden meistens als Zimmervolieren angeboten und
bieten Grundflächen von mindestens z.B. 85x55x150cm (Breite x Tiefe X Höhe),
90x70x165cm oder z.B. 100x90x185cm. Bei den Kosten können Sie davon ausgehen das
Qualitativ Höherwertige Modelle ab ca. 299€ käuflich zu erwerben sind. Diese
Größen eignen sich schon eher für die Haltung aber auch da sollte der Papagei
immer Möglichkeiten zum Freiflug bekommen.
Bei der Käfigausstattung gibt es auch einiges zu beachten.
Auf keinen Fall sollten Sie einen runden Käfig kaufen, der runde Käfig könnte
psychische Schäden bei den Papageien verursachen. Ein guter Käfig ist
rechteckig, außerdem leicht zu reinigen und zu handhaben. Achten Sie auch
auf die Maße des Käfigs. er sollte schon durch die Zimmertüre passen. Viele
Türen haben nur eine Breite von unter 70 cm, messen sie also sicherheitshalber
vorher die Breite aus.
Der Abstand der Sprossen sollte so groß sein das der Papagei sich nicht mit den
Krallen verklemmen und seinen Kopf nicht durch die Verdrahtung stecken
kann. Die Sprossen sollten an 2 Seiten der Zimmervoliere waagerecht sein damit
der Papagei gut in ihr klettern kann.
Die Beschichtung der Zimmervoliere sollte auch sorgfältig ausgewählt werden.
Hochglänzende Oberflächen wie z.B. Aluminium sehen zwar optisch toll aus, sind
aber nicht gerade Pflegeleicht und können mit der Zeit Kratzer oder Flecken
aufweisen. Eine gute Beschichtung bei hochglänzenden Oberflächen sollte mit
einem schwermetallfreien Material versiegelt sein um Vergiftungen wie sie z.B.
bei hochglanzverzinkten Oberflächen entstehen können zu verhindern. Eine
Schwermetallvergiftung könnte für den Papagei tödlich enden.
In den letzten Jahren haben sich die Pulverbeschichteten Modelle bewährt. Diese
sind pflegeleicht und optisch eine Augenweide. Pulverbeschichtete Modelle gibt
es in mehreren Farben so das für fast jeden Geschmack etwas zu finden sein
sollte.
Nehmen Sie nach Möglichkeit kein Modell was die Futternäpfe weit unten
angebracht hat. Die wenigsten Papageien gehen gerne nach unten. Besser sind
mittig angebrachte Futternäpfe.
Bei einigen Modellen sind die Futternäpfe mit einer Drehhalterung angebracht die
das Entfernen der Futternäpfe zum Reinigen und Füllen erleichtert. 4 Futternäpfe
sollten in der Zimmervoliere vorhanden sein – Einer für die Grundnahrung, der
nächste für Wasser, dann noch einer für Zusatznahrung wie Obst und Gemüse und
schließlich noch einer für Sand bzw. Grit.
An Sitzstangen genügen 2 – 3. Ideal sind Sitzstangen aus Naturästen mit
wechselnden Durchmessern. Zusätzlich können Sie noch sogenannte „Perches“
anbringen, das sind Sitzstangen aus einem Material das die Krallen und Schnäbel
trimmen, die Füße schonen und die Muskulatur stärken soll. Diese Sitzstangen
werden mit einer Schraubverbindung zusätzlich in die Zimmervoliere montiert und
gibt es in verschiedenen Ausführungen, Formen und Farben. Was einige
Papageienhalter nicht wissen – Papageien lieben Farben!
Die Bodenschale der Zimmervoliere muss aus einem starken bruchfesten Material
bestehen. Je nach Ausführung besteht sie aus extra starkem Kunststoff oder
Metall. Die Bodenschublade muss stabil und mühelos herausziehbar sein. Den
vorhandenen Gitterrost können sie bei gesunden Papageien entnehmen. Einige
Papageien spazieren schon mal gerne auf dem Boden herum und nehmen Sand und auch
Futter auch von dem Boden auf. Das geht natürlich nur wenn der Gitterrost nicht
montiert ist.
Die Türe zum Öffnen und Schließen benötigt einen schnabelsicheren Verschluss.
Bewährt haben sich dabei z.B. Karabinerhaken mit deren Hilfe man die Türe offen
halten kann wenn der Papagei Freiflug hat. Schließlich muss er ja auch wieder in
die Zimmervoliere hinein...
Die Voliere
Damit Ihr Papagei nicht nur in der Zimmervoliere oder im Käfig sein Leben
fristen muss sondern auch in den Genuss von Freiflügen kommt ist es sinnvoll
einen Freisitz zu kaufen oder zu bauen. Wenn der Papagei einige Spielzeuge an
dem Freisitz befestigt vorfindet steigen auch die Chancen das er Möbelstücke
verschont und sich häufig auf dem Freisitz aufhält. Die einfachen käuflichen
Modelle bestehen aus einem Standfuß mit einer längeren hölzernen Stange und
Querstangen als Sitzstangen an denen der Papagei sich hoch- und runter hangeln
kann. Die Sitzstangen bestehen aus gedrechseltem Holz die man gut gegen
Naturäste austauschen kann.
Es gibt auch Freisitze aus Metall die natürlich auch eine Sitzstange bieten und
meist noch 2 Futternäpfe. Diese können auch eine Auffangschürze bieten damit das
Essen der Papageien nicht zu sehr auf dem Boden verstreut wird und bieten die
Möglichkeit Spielzeuge anzubringen damit Ihr Papagei keine Langeweile bekommt.
Standort des Käfigs/Zimmervoliere
Stellen Sie die Zimmervoliere an einem fest für sie bestimmten Platz auf. Eine
helle Ecke im Zimmer sollte es sein, aber nicht direkt an einem Fenster. Im
Sommer sollte der Papagei nämlich nicht direkt den Sonnenstrahlen ausgesetzt
sein er muss ihnen ausweichen können, im Winter strahlt Kälte durch das Fenster.
Außerdem darf der Papagei an seinem Standort keinem Durchzug ausgesetzt sein.
Die Küche kommt als Standort kaum in Betracht, die Ausdünstungen einer
überhitzten beschichteten Pfanne z.B. können ihm schwer schaden, ebenso die Koch
und Fettdünste und die schnell wechselnden Temperaturen beim Kochen.
Wenn Sie selber Raucher sind oder andere Haushaltsangehörige oder etwaige
Besucher bitten Sie diese nicht in dem Raum zu rauchen in dem der Papagei wohnt.
Zigarettenrauch schadet dem Papagei nämlich sehr.
Ich selber bin auch Raucher und habe es mir angewöhnt ausschließlich in der
Küche oder im Schlafzimmer zu rauchen (Natürlich lüfte ich die Räume auch).
Meine Besucher waren zwar manchmal sehr erstaunt aber als ich Ihnen erklärte
warum und wie wichtig mir meine 2 Graupapageien sind wurde es allgemein
akzeptiert.
Die Temperatur im Raum sollte ca. zwischen 18 und 20 Grad Celsius liegen. Die
Luftfeuchtigkeit in der Nähe des Vogels sollte mindestens 60% betragen, es
empfiehlt sich der Einsatz von z.B. einem Zimmerspringbrunnen oder eines
Ultraschallverneblers, aber bitte darauf
achten mit geschlossenem Tank, sonst haben
sie den Effekt einer Bakterienschleuder. Im Sommer bei hohen Temperaturen
sollte man den Papagei auch täglich mit einer Sprühflasche mit lauwarmem Wasser
berieseln, angereichert mit ein paar Tropfen Apfelessig. Apfelessig (?) wegen
seiner Mineralstoffe die der Vogel bei der Gefiederpflege aufnimmt. Die meisten
Papageien genießen das Sprühbad schon sehr bald und drehen und wenden sich um
das Wasser abzubekommen. Alternativ können Sie auch eine Tonschale mit Wasser
gefüllt in der Zimmervoliere aufstellen. Nehmen Sie unbedingt eine neue noch nie
benutzte Sprühflasche damit Sie sicher sein können das darin noch keine giftigen
Substanzen benutzt wurden. Außerhalb der heißen Sommertage sollten Sie dem Vogel
wenigstens 2*wöchentlich ein Sprühbad anbieten. Es hilft ihm unter anderem bei
der Gefiederpflege und verhindert das die Haut juckt, weil sie trocken ist.
Der zusätzliche Einsatz eines Ionisators ist sinnvoll wenn Sie oder ein anderer
Haushaltsangehöriger an einer Federstauballergie oder an Asthma leiden auch
schonender für die Möbel. Ich habe selber Asthma und habe durch den Einsatz
eines Ionisators keine Probleme. Außerdem bindet so ein Ionisator Staubteilchen
in der Luft und sorgt für ein besseres Raumklima, aber bitte an einer leicht zu
reinigenden Stelle z. B. Fliesen aufstellen, da sich der Staub im umliegenden
Bereich absetzen wird.
Der Termin naht...
Sicher sind sie jetzt schon ganz ungeduldig und würden am liebsten Ihren Papagei
sofort abholen – Doch halt! Bevor Sie ihn abholen sollten Sie ihm sein neues
Heim einrichten!
Für die Zimmervoliere benötigen Sie Sand für Papageien als Einstreu, wenn der
Käfig im Fußbereich über ein zweckmäßiges Gitter verfügt, ist das Auslegen mit
Zeitungspapier ausreichend und schont Ihren Geldbeutel, das so Gesparte können
Sie lieber in animierendes Spielzeug investieren gegen sinnlose Langeweile. Sie
können auch andere Einstreu benutzen wie z.B. einen aus Mais oder anderem
geeigneten Material. Dann müssen Sie aber zusätzlich Papageiensand oder Grit in
einen Behälter anbieten.
Damit Ihr Papagei sich wohl fühlt und auch keine Langeweile bekommt sollten Sie
ihm Spielzeug in sein neues Reich anbringen. Es gibt käufliche Spielzeuge aus
Holz die oft relativ schnell „fachgerecht“ von Ihren Papageien zerlegt werden
und auch Spielzeuge aus Acryl, die nahezu unzerstörbar sind aber öfters
ausgewechselt werden sollten damit es für die Papageien nicht zu eintönig wird
damit zu spielen. Das Spielzeug aus Acryl ist oft auch optisch sehr
ansprechend und bunt! Papageien lieben nämlich Farben! Oder einfach selber ein
Häuschen aus unbehandeltem Holz zusammenbasteln für unermüdliche Nager, wirkt
oft auch Wunder gegen Frust-Kneif-Attacken.
Als weiteres Spielzeug eignen sich z.B. verchromte Ketten – auf keinen
Fall Ketten aus Blei oder verzinkten Materialien verwenden wegen der
Vergiftungsgefahr! Hundeseile, oder z.B. Klopapierrollen. Einige Versender von
Spielzeug für Papageien bieten auch Spielzeugbausätze an, wo Sie das Spielzeug
selbst zusammensetzen können. Bieten Sie dem Papagei auf keinen Fall irgend
etwas aus Plastik, Kunststoff, Glas oder etwa Verpackungen an in denen giftige
oder gesundheitsschädliche Substanzen aufbewahrt wurden z. B. Kugelschreiber bei
denen die Mienen hochgradig giftig sind, Achtung!
Bitten Sie den Verkäufer Ihnen für die ersten Wochen genügend von der
Futtermischung mitzugeben die der Papagei gewohnt ist, damit der Papagei sich
nicht auch noch auf eine neue Ernährung umstellen muss.
Erkundigen Sie sich beim Verkäufer was der Papagei als Zusatzfutter erhielt und
halten es nach Anweisung des Verkäufers bereit. Die Abwechslung macht´s z. B.
viel Obst und Gemüse bei der Ernährung, aber nur das füttern was Sie auch noch
essen würden, also keinen angegammelten Apfel z. B. auch wenn sie diesen
ausgeschnitten haben, keine Essenreste vom Tisch, bitte.
Wobei man nicht oft genug darauf hinweisen kann:
Avocados sind tödlich!!!!!!!!!!! Also tabu !!!!!
Sehr gut zu empfehlen sind die Bücher:
1.
Sachliche Information: „Ziervögel – Erkrankungen Haltung Fütterung“
von Angelika Wedel vom Parey Buchverlag Berlin
ISBN 3-8263-3235-0
2.
Anschauliches für den Alltag: „Obst, Gemüse und exotische Früchte
für Papageien und Sittiche“ von Volker Würth vom Arndt Verlag Bretten
ISBN 3-9805291-9-3
3.
Unterhaltung: „Piercing für einen Kakadu“
Kakadu Baby Sam
erzählt (ich musste fast
auf jeder Seite Lachen zumindest Schmunzeln)
von Sybille
Franke vom SOLDI-Verlag Hamburg, ISBN 3-931877-68-X - einfach genial,
es strotzt vor Liebe zu den Krummschnäbeln, was würde ich darum geben diese
Frau kennenlernen zu dürfen.
Wenn Sie jetzt
Ihren Papagei abholen möchten, stellen Sie die Zimmervoliere an ihrem
endgültigen Standort, füllen Sie einen Futternapf mit abgekochtem und
abgekühltem Wasser und füllen Sie den Boden mit Sand oder anderem geeigneten
Material s. o..
Klären Sie
auch mit dem Verkäufer ab ob er Ihnen einen Transportkäfig zur Verfügung stellt
oder Sie ihn evtl. käuflich erwerben müssen. Transportbehälter aus Kunststoff
oder Holz können Sie z.B. im Zoofachhandel erwerben am besten ist einer aus
Metallgitter sh. a. eBay.
Wenn Sie beim Verkäufer alle Formalitäten geregelt haben bekommen Sie ihren
Papageien endlich überreicht. Fahren Sie ihn auf kürzestem Weg nach Hause aber
fahren Sie bitte sanft. Der Papagei hat meistens schon sehr viel Angst weil das
Autofahren etwas Neues, Unbekanntes für ihn ist. Während der Fahrt können Sie
ruhig mit ihm sprechen, das wird ihn etwas beruhigen. Im Winter heizen sie
selbstverständlich ihr Fahrzeug und lüften und rauchen während der Fahrt
natürlich nicht, im Sommer fahren Sie am besten Morgens oder Abends wenn die
Hitze nicht gerade am größten ist und verzichten Sie auf Rauchen und offene
Fenster (Durchzug).
Sie können den Transportkäfig auch mit nicht zu dunkler Decke Abdecken, damit
Ihr Papagei keine Zugluft abbekommt und während der Fahrt ruhiger ist.
Noch mal zur Info: Zugluft ist schädlich, denn bei Schnupfen muss man wissen,
das ein Vogel zur Not nicht durch den Schnabel wie wir Menschen durch
den Mund atmen kann, sondern nur durch die Naselöcher über dem Schnabel.
Wenn Sie zuhause angekommen sind, bringen Sie den Papagei in sein Zimmer und
füllen erst mal seine Futternäpfe mit seiner gewohnten Nahrung.
Dann öffnen Sie die Volierentür und halten die Transportkiste direkt vor die
geöffnete Tür. Die mir bekannten Modelle haben eine Schiebetüre, die Sie jetzt
nach oben abziehen können, aber es gibt auch welche mit einer Klapptür, da
müssen Sie je nach Modell verfahren. Der Papagei wird meistens schnell versuchen
aus dem dunklen ins Helle zu kommen. Versucht er statt in die Zimmervollere nach
außen zu entkommen, halten Sie ihm einfach die flache Hand über seinen Kopf. Er
wird dann ausweichen und in die Zimmervollere klettern. Hilfreich kann es
sein wenn eine 2. Person hilft.
Ist der Papagei handzahm und Sie können ihn problemlos nehmen dann vereinfacht
das die Angelegenheit natürlich. Nehmen Sie ihn einfach aus dem
Transportbehälter, halten Sie die Krallen fest und setzen Sie ihn in den Käfig.
Als verantwortungsvoller Papageienhalter haben Sie ja bestimmt darauf geachtet
das alle Fenster wirklich geschlossen und auch nicht auf Kipp stehen und alle
Türen verschlossen sind.
Falls der schlimmste Fall eintrifft und der Papagei entkommt... Nur keine Panik!
Verfolgen Sie den Papagei nicht, er hat schon Angst genug.
Eventuell können Sie ihn mit Leckehrchen (Wallnuss o.a. Pinienkene) in die
Zimmervoliere oder zu sich locken. Wenn das nicht machbar ist werden Sie ihn
greifen müssen.
Mit Sicherheit haben Sie für den Fall der Fälle ein Handtuch bereitliegen.
Benutzen Sie niemals Handschuhe.
Verdunkeln Sie den Raum so weit wie möglich, falls möglich verdunkeln Sie alle
Fenster und benutzen nur eine Lampe wie man sie für Babys und Kleinkinder
benutzt oder eine Salzkristalllampe. Sie sollten Ihren Papagei nur noch
schemenhaft wahrnehmen können, dann fliegt er nicht mehr. Nähern Sie sich dem
Vogel langsam und reden Sie mit ruhiger Stimme, greifen Sie ihn mit Hilfe des
Handtuchs oder der Hände sanft aber bestimmt. Nach meinen persönlichen
Erfahrungen reagiert so ein Papagei nicht so stark, er sieht ja sehr wenig.
Es kann sein das er erst fortflattert, wenn es ziemlich dunkel ist, aber
normalerweise nicht. Einige Zwicker mit seinem Schnabel müssen Sie eventuell in
Kauf nehmen, aber keine Angst, in der Regel schmerzt es nicht stark, der Papagei
hat im Moment eben nur viel Angst. Bringen Sie den Papagei jetzt in die
Zimmervoliere und vergessen Sie nicht die Türe zuzumachen und zu sichern.
Jetzt hatten Sie und Ihr neuer Partner aber wahrlich genug Stress... Warum nicht
die Gelegenheit nutzen und erst mal entspannen? Ihr neuer Freund benötigt jetzt
auch erst mal eine Pause um sich in Ruhe sein neues Heim anschauen zu können und
sich von dem ganzen Stress zu erholen... Lassen Sie ihn ruhigen Gewissens ein
paar Stunden alleine, damit er sein neues Heim in aller Ruhe begutachten kann.
Falls Ihr neuer Partner besonders ängstlich ist, dann lassen Sie ihm genug Zeit
damit er sich eingewöhnen und mit allem vertraut machen kann und denken Sie
daran auch Sie muss er erst mal kennenlernen. Lassen Sie ihn in den ersten
Wochen ruhig mal ein paar Stunden alleine und nähern Sie sich ihm erst mal
langsam. Das schlimmste ist jetzt auch schon überstanden.
Falls der Papagei Angst vor Ihnen hat wird er das dadurch zeigen das er knurrt,
evtl. wird er laut Schreien wenn Sie sich ihm nähern und auch fauchen.
Nur Geduld lassen Sie sich davon nicht allzu sehr beeindrucken, Sie müssen ja
doch täglich das Futter und das Wasser erneuern und den Sand oder Einstreu vom
Kot säubern. Sprechen Sie während dieser Tätigkeiten mit dem Papagei und
gewöhnen Sie ihn an seinen Namen und Ihre Stimme.
Morgens wenn Sie ihren Papagei aufsuchen sagen Sie ihm einen Morgengruß, z.B.
Guten Morgen Schatz und abends z.B. Gute Nacht mein Schatz. Papageien können
wiederkehrende Erlebnisse in ihrem richtigen Zusammenhang erkennen. Wenn Sie ihm
Futter anbieten können Sie ihm sagen jetzt gibt’s was Feines oder ähnliches. Ein
Nachtlicht könnte meiner Erfahrung nach von Nutzen sein da wenn Ihr Liebling
schreckhaft wie er ist doch mal von der Stange fällt nicht gleich die
Orientierung verliert.
Mit der Zeit werden Sie feststellen das Ihr Papagei seinen ganz eigenen
Charakter hat. Aufzwingen lässt er sich nichts und seine Zuneigung vergibt er
nach seinem Willen.
Er ist eben
genau wie Sie und Ich ein liebenswertes und keinesfalls fehlerfreies Individuum
das man respektieren muss.
Sie dürfen auch
keine Angst haben in die Zimmervoliere zu greifen, wenn Sie die Sitzstangen und
Gitterstäbe von Kot und Verunreinigungen säubern müssen. Ihr Papagei wird Sie
schon nicht gleich fressen
J.Kot
reinigen Sie am besten wenn Sie das Geschehen bemerken.
Noch weicher Kot lässt sich leicht mit einem Papier Tuch oder ähnlichem
entfernen. Wenn der Kot einmal fest ist wird es schon schwieriger und Sie müssen
Wasser und einen Schwamm benutzen. Sollte der Papagei nach Ihnen hacken wenn Sie
saubermachen bleiben Sie ruhig und fahren nicht erschreckt zurück. Er wird Ihnen
nicht ernsthaft wehtun oder Sie sogar verletzen. Wenn Sie erschreckt
zurückziehen zeigen Sie ihm nur das seine Angriffe erfolgreich sind und es
könnte sein das er sie fortsetzt um Sie zum Rückzug zu bewegen. Wenn möglich
drehen Sie ihre Hand so das der Papagei nur den Handrücken erwischt, er will Sie
eh nicht verletzen. Wenn er jedoch mal einen Finger erwischt kann es für einen
kurzen Moment schmerzen. Da sollten Sie keine Angst zeigen und denken Sie dran
jeder Schmerz vergeht dann doch wieder.
Damit Ihr Papagei lernt das Sie ihm nur Gutes wollen, bieten Sie ihm jedes Mal
wenn sie in der Zimmervoliere hantieren müssen etwas an was er sehr mag, z.B.
ein Stück Obst oder Zirbelnüsse. Wenn er es noch nicht aus der Hand nimmt legen
Sie es in den Futternapf. Irgendwann wird er es vorsichtig aus Ihrer Hand nehmen
und damit haben Sie vieles an Vertrauen gewonnen.
Ernährung
Die Grundnahrung
die Sie von den meisten Zoofachhandlungen beziehen können, besteht aus
Sonnenblumenkernen, Rohreis, Hafer, Hanf, Weizen, Erdnüsse (bitte ohne
Schale), Kürbiskerne, Silberhirse, Buchweizen, Mais und Kardisaat. Achten Sie
auf das Abpack- und Haltbarkeitsdatum wobei die Futtermischungen aus dem
Discounter absolut ungeeignet sind, informieren Sie sich lieber im voraus über
eine Adresse eines vertrauenswürdigen Fachhandels oder besser noch Landhandels
wie Raiffeisen z. B. die Säcke weise mit Körnerfutter handeln, das ist günstiger
und von der Lagerungszeit fachgerechter. Was soll ich mit so viel Futter das
trocken gelagert werden soll? Ich empfehle hier, von mir selbst auch so
gehandhabt eine Werkzeugtransportkiste mit Gummilippe aus dem Baumarkt
(immer mal wieder auf Angebote
achten)
oder eine gut schließende Oscar-Tonne.
Da die meisten Mischungen sehr fetthaltig sind, es hat sich im Laufe der Zeit
herausgestellt das Saaten wie Sonnenblumen, Hanf und Erdnusskerne (bitte ohne
Schale) wegen ihrem hohen Fettanteil zu energiereich sind, gibt es alternativ
von Anbietern alternative Futtermischungen die zwar etwas teurer aber auch
gesünder für den Vogel sind und nach meiner persönlichen Erfahrung sehr frisch
(Abpackdatum unter 1 Monat). Diese bestehen aus speziell für Papageien
zusammengestellten Körnermischungen und kommen einer artgerechten Ernährung eher
entgegen. Erkundigen Sie sich doch auch bei Ihrem Züchter oder Zoofachhändler
oder gern bei mir im Rappelschnuten-Shop nach einer gesunden Grundnahrung.
Alternativ zu Körnermischungen kann man die Papageien auch z.B. mit Pellets
füttern, diese werden aus verschiedenen Saaten hergestellt denen Vitamine
und Mineralstoffe beigemischt werden und die in einem speziellen Verfahren
verarbeitet, erwärmt und zu sogenannten Pellets gepresst werden.
Diese bieten den Vorteil das der Vogel sich nicht mehr bevorzugt seine
Lieblingssaaten aus dem Futter suchen kann, sondern er nimmt alle Bestandteile
der Pellets auf.
Da eine alleinige Ernährung aus Saaten oder Pellets nicht ausgewogen wäre,
sollten Sie ihren Papageien zusätzlich tägliches frisches Obst und Gemüse
anbieten.
Als Obst kommen Obstsorten wie z.B. Äpfel, Ananas, Aprikosen, Weintrauben,
Pflaumen, Mango, Kirschen, Kiwi, Birnen, Beeren und Bananen in Betracht.
Bei dem Gemüse können Sie z.B. Chicorée, Gurken, Möhren, Paprikaschoten ohne
Rippen und Kerne, Spinatblätter, Spargelstücke, Zucchini und Tomaten anbieten.
Für den Papagei unverträgliche Gemüsesorten hingegen sind z.B. Wirsing,
Kohlsorten wie Weißkohl, Rosenkohl usw., und grüne Bohnen. Das sollten Sie auf
keinen Fall anbieten.
An Kräutern und Wildfrüchten können Sie z.B. Hagebutten, Kresse, Petersilie,
Ebereschen und Vogelmiere anbieten.
Als Ergänzung zum Futter hat sich auch Keimfutter bewährt dass man wie folgt
herstellen kann: Ca. 1-2 Esslöffel Körnermischung in einem Sieb durchspülen und
dann in einem Gefäß mit lauwarmen Wasser bedeckt max. 12 Std. stehen
lassen. Max 12 Stunden da Forschungen ergaben das bereits nach 12 stunden der
Mineral- und Vitaminanteil abbaut, wobei sich bei mir die Zugabe in geringer
Dosis wohlgemerkt von
Vanodine
bewährt hat. Danach brausen Sie die Körner in einem Sieb 3-mal kalt ab und
somit gut abgetropft können Sei diese Quellfutter vorzugsweise verfüttern. Da
diese gequollenen Körner schnell verderben entfernen Sie die Reste davon nach 6
Stunden. Meine bekommen morgens über Nacht gequollenes Quellfutter sowie
Obst mit Gemüse und zum Abend noch mal eine Premium Trockenkörnermischung
von Rudloff mit dem ich wirklich gute Erfahrungen gemacht habe.
Was auf keinen
Fall fehlen sollte ist die Möglichkeit das der Papagei Grit aufnimmt damit er
die Nahrung gut verdauen kann. Vögel haben einen Muskelmagen und benötigen
deswegen eine Verdauungshilfe. Den Grit können Sie in einem extra Behälter
oder wie ich mit einem Stein mit Loch versehen an einer Kette und Glocke
(apropo Animation)
hängend anbieten.
Informieren Sie sich
immer wieder übers Internet oder mit Hilfe von Fachbüchern und Papageienvereinen
über eine gesunde Ernährung für Ihre Papageien. Sie werden es Ihnen danken.
Wenn Ihre Papageien Freiflug haben sollten Sie folgende Pflanzen nicht in Ihrer
Wohnung haben: Primeln, Stechapfel, Tollkirsche, Aconitum Arten, Bittersüß,
Brechnussbaum, Christusdorn, Bilsenkraut oder Weihnachtsstern.
Die Liste ist nicht komplett, fragen Sie im Zweifelsfall nach. Es gibt
auch gute Zusatzlektüre zu dem Thema. Informativ sind auch die deutschen
Vogelforen im Internet die Ihnen meist weitere Auskünfte geben können.
Gerade zum Thema Ernährung gibt es Fachbücher die sich damit auseinandersetzen.
Das hier ist nur eine kleine Auswahl von Möglichkeiten.
Viele Menschen möchten Ihren Papageien natürlich etwas besonders Gutes tun und
ernähren Sie auch mit vielem vom Mittags- oder Abendtisch. Was diese Menschen
meistens nicht wissen oder wissen wollen ist, das sie den Papageien und auch
anderen Haustieren oft Schaden damit zufügen. Alles gewürzte was wir uns z.B.
beim gemütlichen Fernsehabend antun wie z.B. gesalzene Erdnüsse oder Chips sind
nicht nur für uns sondern auch sehr schädlich für die Gesundheit unserer
Papageien und Haustiere überhaupt.
Viele der Speisen vom Mittagstisch sind gewürzt oder sogar sehr fettig, wie z.B.
Pommes Frites. Ausgerechnet solche Speisen mögen viele Papageien und werden
ihnen leider auch oft genug angeboten, aber Sie schaden ihrer Gesundheit. Wenn
Sie davon ausgehen das so ein Papagei ca. 350gr. wiegt, ein Mensch dagegen 70 kg
ergibt das einen Gewichtsfaktor von ca. 200. Geben Sie Ihrem Papagei also eine
Pommes oder ein Stück Schokolade müssten Sie davon 200 Stück essen. Davon
abgesehen sollen durch bestimmte Stoffe die es in der Schokolade gibt auch schon
Papageien gestorben sein. Was für uns gut ist, ist noch lange nicht für unsere
Vögel gut. Der Großteil an Erkrankungen bei Papageien kommt von einer falschen
Ernährung wie z.B. durch Fettablagerungen und sind oft erst zu erkennen wenn es
schon fast zu spät ist, da Krankheiten durch eine falsche Ernährung bei
Papageien erst spät (mitunter erst nach Jahren) zu erkennen sind. Gewürzte
Speisen, Fettige Speisen und verschiedene andere Lebensmittel sollten zum Wohle
des Papageien für sie tabu sein. Betteln sie an Ihrem Tisch nach etwas, halten
Sie ein gesundes Leckerchen für sie bereit.
Das wäre erst mal alles was ich Ihnen zum Einstieg mit auf den Weg geben möchte.
Es gibt bestimmt noch viel mehr zu erzählen und wenn es genügend Interesse gibt
werde ich diese Lektüre bestimmt erweitern.
Als verantwortungsvoller Papageienhalter werden Sie sich sicher noch weiter
informieren.
Ihnen und Ihren Partnern wünsche ich ein langes und fröhliches effektives
Zusammenleben.
Liebe Grüße auch an Ihren Liebling
Dagmar und Rappelschnuten-Gang
Anregungen, Kritik, Lob und Tadel, Verbesserungsvorschläge schicken Sie bitte
an:
dagmar@rappelschnuten.de
Diese werden nicht einfach verschwinden sondern zu einer Verbesserung dieses
Rundschreibens genutzt.
-
Danke -
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